86 Bischof Bossmts Einleitung
Ichrenach und beynahe das ganze Land unter ihre Both- JahreStadt Rvm Mäßigkeit gebracht. Um diese Zeit starb v.Chr.Geb-' Hasdrubal, und Hannibal wurde an seine Stellegeseht, ob er gleich erst nur fünf und zwanzigJahre alt war. Von der Zeit an sah man den Kriegzum Voraus. Dieser neue carthaginensischeStatthalter in Spanien unterfing sich, dasselbeunter seine Herrschaft zu bringen, und achtete kei-5Zs. ner Vertrage. Rom hörte damals die Klagen 219«der Stadt Sagunt , ihrer Bundsgenoßinn, an.Die römischen Gesandten giengen nach Cartha-go. Die Carrhaginenser, welche sich wieder er-holt hatten, bezeigten keine Lust mehr, nachzugeben.Sicilicn, das ihrer Herrschaft entrissen wordenwar,Sardinicn,das ihnen die Römer unrechtmäs-siger Weise genommen hatten, und der vermehr-te Tribut lag ihnen am Herzen. Folglich wardie Partey, welche wollte, daß man den Hanni-bal lu'cht unterstützen sollte, sehr schwach. Die-ser Feldherr richtete seine ehrgeizigen Gedankenauf alles. Geheime Gesandtschaften, die ernach Italien geschickt hatte, hatten ihn der dösi-gen Gallier versichert, welche nicht im Standewaren, aus eignen Kräften etwas zu unterneh-men, diese Gelegenheit aber mit Freuden ergrif-fen, sich zu empören. Hannibal gieng über denEbro , über die pyren.u'schen Gebirge, durch ganzGallien, was disscit den Alpen liegt, über die Al-pen , und siel, als in einem Augenblicke,aufItalienlos. Die Gallier unterließen nicht,scin Kriegöheerzu verstarken, und thaten den letzten Versuch, ih-5Z6» re Freyheit wieder zu erlangen. Vier Schlach- 218.5Z7« ten, welche die Römer verlohren, machten ihren 217.
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