Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
101
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in die allgemeine Geschichte. 101

<Mr- nach mußte sehen, daß sein Königreich in seine alten Jahre^M Roni! Grenzen eingeschränkt wurde. Dennoch aber "-^r. Sei-' verzweifelte er nicht an seinem Glücke, undglaubte, daß sein Gefangner ihm dienen, dasselbewieder herstellen, und in Syrien einfallen könn-te. In diesen Umstanden mußte DemctriuSein sehr wunderbares Schicksal erfahren. Erwurde oft losgelassen, und eben so oft wieder an-gehalten, nachdem die Hoffnung, oder die Furcht,in dem Gemüthe seines Schwiegervaters dieOberhand hatte. Endlich erschien ein glückli-cher Augenblick, wo sich Phraates nicht anders624. zu helfen wußte, als daß er ihn einen Einfall in izs«Syrien thun ließ, um die Macht des Sidetesvon sich abzuwenden. Er gab ihm also seinevöllige Freyheit wieder. In diesem Augenbli-cke wendete sich das Glück. Sidetes, welcherseinen unermeßlichen Auswand nicht anders, alsdurch unerträgliche Räubereycn und Auflagenbestreiken konnte, wurde durch einen allgemeinenAufruhr seiner Völker zu Boden geschlagen, undkam mit seinem Kriegsheere um, das so oft sieg-reich gewesen war. Es war vergebens, daßPhraates Völker aussendete, den DemctriuS wie-der gefangen zu nehmen; es war nun nicht mehrZeit, und dieser Prinz war in sein Königreichzurückgegangen. Seine Gemahlinn, die aufnichts weiter dachte, als wie sie herrschen könnte,söhnte sich bald wieder mit ihm aus, und Rho-dogune wurde vergessen. Hyrcanuö machte sichdiese Umstände zu Nutze, und zerstörte den Tem-pel auf dem Berge Garizim von Grund aus,nachdem er zweyhundert Jahre vorher vom,G z Sänne--