126 Bischof Bossnets Einleitung
Jahre nach abgeschlagen, und sein Diaconus, der heilige Lau-^burt.^ ^entius, hatte einen schweren Kampf auszuhalten.258.259. Damals fingen die Barbaren an, das römische260, Reich zu überschwemmen. Die Burgunder,und andre deutsche Völker, die Gorhen, welchesonst Geten hießen, und gegen das schwarzeMeer zu, über der Donau , wohnten, sielen inEuropa eilt, und der Orient wurde von den asiati-schen Scythen, und von den Persern, mit Kriegüberzogen. Diese schlugen den Valerian, wel-chen sie hernach durch eine Untreue in ihre Ge-walt bekamen, und, nachdem sie ihn sein Lebenin eiucr beschwerlichen Sklaverey hatten zubringenlassen, als Treulose, erdrosselten, um seine zerrißnev6i. Haut,zumZeichen ihres Sieges,zu habey.Gallien ,sein Sohn und Mitrcgent, vcrlohr vollends allesdurch seine Weichlichkeit. Dreyßig Tyrannen264. Heilten das römische Reich unter sich. Odenat,der König von Palmyra , einer alten Stadt, de-ren Stiffter Salamo seyn soll, war der Berühm-teste unter allen. Er befreyte die orientalischenProvinzen von den Barbaren, und ließ sich vonjhnen für ihren König erkennen. Seine Ge-mahlinn, Zenobia , zog mit ihm vor der Spißeseiner Kriegsheere her, die sie nach seinem Tode^ allein anführte, und sich in der ganzen Wettdadurch berühmt machte, daß sie die Keuschheitmir der Schönheit, und die Wissenschaft mit der268. Tapferkeit vereinigte. Claudius, d.er Andre,270» und nach ihm Aurelian , brachten die Angelegen-heiten des Reiches wieder in Ordnung. Unter-dessen daß sie über die Gothen und die Deut-schen herrliche Siege davon trugen, erhielt Ze-
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