Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
131
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in die allgemeine Geschichte, izi

kam das Reich in die Hände des Constantius Jahre michChlorus, und des Galerius . Es wurden auch ^U^^zween neue Cäsars, Severus, und Marimin, von 'den Kaisern an die Stelle/ die sie verließen, wie-der erwählt. Die Gallier, Spanier, und Groß-britannier waren unter dem Constantius CHIoruSglücklich, aber nur auf eine kurze Zeit. Er war einFeind der Pressungen des Volks, und wurde des-wegen angeklagt, daß er dem öffentlichen SchatzeSchaden thäte; er zeigte aber,daß er in deriiebe sei-ner Unterthanen unzählige Schätze besäße. Dasübrige Reich litt unter so vielen Kaisern, undunter so vielen Cäsarn schrecklich viel; die Beam-ten vermehrten sich mit den Prinzen; der Auf-wand war groß, und die Unterthanen wurdenaußerordentlich gedrückt und gepreßt Derjunge Constantin, ein Sohn des ConstantiusChlorus , machte sich sehr berühmt; allein erwar in der Gewalt des Galerius . Alle Tagesetzte ihn dieser Kaiser, welcher auf seinen Ruhmneidisch war, neuen Gefahren aus. Er mußtewildeThiere, als zumSpiele, bekämpfen, und Ga-lerius war selbst nicht weniger zu fürchten, als sie.Constantin entgieng dennoch aus seinen Handen,und traf seinen Vater an, da er eben seinen Geistaufgab. Um diese Zeit warf sich Marentius, zo6.ein Sohn des Maximian, und ein Schwie-gersohn des Galerius, zu Rom wider sei-nen Willen zum Kaiser auf, lind diese innerlichenZwistigkeiten kamen zu dem übrigen Unglückedes Reiches noch hinzu. Das Bild dcs Constan-tinus, welcher seinem Vater in der Regierung ^nachfolgte, wurde nach Rom gebracht, wie sol-I 2 ches

* ibiä, c. 24.