Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
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in die allgemeine Geschichte, n

schen Bußfertigkeit. Maximin setzte die Vcr- Jahre nachfolgung fort; allein Constantin , der Große, ein ^W^Gc-weiser und siegreicher Prinz, nahm den christlichenGlauben öffentlich an.

Diese berühmte Begebenheit, da sich Con-x>ie x? Txo-stantin zum Christenthums bekannte, trug sich im che.dreyhundert und zwölften Jahre unsers Heilan- ode / derdes zu. Unterdessen als er den Maxentius in Friede in derRom belagerte, erschien ihm vor aller Welt ein ^'Helles Kreuz in den Wolken, mit einer Aufschrift,die ihm den Sieg versprach. Eben dieses wardihm durch einen Traum bekräftigt. Den Mor-gen darauf gewann er die berühmte Schlacht,welche Rom von einem Tyrannen, und die Kir-che von einem Verfolger befreyte. Das Kreuzwurde,als derSchuh des römischenVolkes und desganzen Reiches, überall aufgerichtet. Kurz darauf ziz.überwand Licinius , welcher mit dem Constantineinig war, den Maximin, welcher mit dem Ga-lcrius ein gleiches Ende nahm. Der Friedewurde in der Kirche hergestellt. Constantin über-schüttete sie mit Ehrenbezeugungen und Gütern.Der Sieg j'olgte ihm überall nach, und die Bar-baren wurden sowohl durch ihn, als durch seineKinder, unterdrückt. Unterdessen veruneinigte sich Zi5»Luinius mit ihm, und erneuerte die Verfolgung.Er wurde zu Wasser und zu Lande geschlagen, Z24.und genöthigt, das Reich zu verlassen, und end- Z25.iich das Leben selbst zu verlieren. Um diese Zeit hieltConstantin zu Nicäa, in Bithynien , die erste all-gemeine Kirchenversammlung, wo zu Bischöfe,welche die ganze Kirche vorstellten, den PriesterArius , einen Feind der Gottheit des SohnesI 4 Gottes,