!Z6 BischofBossuets Einleitung
Jahre nach Gottes, verdammten, und ein Glaubensbekennk«^burt^' niß aufsetzten, worinncn gelehrt wurde, daß derSohn mit dem Vater eines Wesens wäre. DiePriester der römischen Kirche *, welche durchden Pabst, den heiligen Sylvester, dahin ge-schickt wurden, giengen allen Bischöfen dieserVersammlung vor, und ein alter griechischerSchriftsteller zahlt unter die Legaten des heiligenStuhles den berühmtenHosius, den Bischof vonCordua, welcher bey der Kirchenversammlungden Vorsitz hatte**. Constantin nahm auch seinenSitz unter den Bischöfen, und nahm ihreEntschei-dungen, als Aussprvche Gottes, an. Die Aria-ner verbargen ihre Irrthümer, und setzten sichdurch ihre Verstellung wieder in seine Gnade.Z26. Unterdessen daß seine Tapferkeit das Reich in ei-ner bestandigen Ruhe erhielt, wurde die Ruheseiner Familie durch die Künste seiner Gemahlinn,Fausta , gestört. Crispus, ein Sohn Constan-tins, aber aus einer andern Ehe, wurde von die-ser Stiefmutter angeklagt, daß er sie zu einerunerlaubten Liebe hatte verführen wollen, undfand einen unerbittlichen Vater an ihm. SeinTod wurde bald gerächt. Fausta wurde ihrerfalschen Anklage überführt, und im Bade er-stickt. Obgleich Constantin durch die Bosheitseiner Gemahlinn entehrt worden war, so machteihm doch zu gleicher Zeit die Frömmigkeit seinerMutter viel Ehre. Sie entdeckte in den Ruinendes alten Jerusalems das wahre Kreuz unsers
Hei-
' Lei. 5yric. ^cmc. Nic. libr. II, 6, 27.Siehe davon in? Anhange die Abhandlung vondem Sitze des Pabstes bev den ersten Kirchmver-sammlilngen.