i)'4 Bischof Bossnets Einleitung
Iohre nach den letzten Versuch, dasselbe zu vertilgen, und^burt ^ richtete nichts weiter damit aus, als daß derGlaube der Christen völlig befestigt wurde *.Galerius. weichcr,von den Geschichrschrcibern,alSder Urheber der letzten großen Verfolgung, an-gegeben wird, nöihigte den Diocletian , zweenJahre vorher, ehe er ihn zwang, den Thron zuverlassen, den schrecklichen Befehl zu geben,die Christen heftiger, als jemals, zu ver-folgen. Maximian welcher sie haßte, und nie-mals aufgehört hatte, sie zu peinigen, feuerte die' Obrigkeiten und Henker an; allein seine Gewalt-thätigkeit, so außerordentlich groß sie auch war,reichte nicht an die Wut des Maximin und desGaleriuS . Man erfand alle Tage neue Todes-arten. Die Schamhastigkeit der christlichenJungfrauen ward so sehr angegriffen, als ihrGlaube. Man suchte die heiligen Schriften mitaußerordentlicher Sorgfalt auf, ihr Andenken zuvertilgen, und die Christen unterstunden sichnicht, sie in ihren Hausern zu haben, oder sie zulesen. Auf diese Weise wurde der Haß der Ver-folger,nach einer dreyhundertjahrigenVerfolgung,immer noch grimmiger. Die Christel, ermü-deten sie aber durch ihre Geduld. Die Völker wur-den durch ihr heiliges Leben gerührt, und bekehr-zn. ten sich zu ganzen Haufen. Galerius verzwei-felte an der Hoffnung, sie zu überwinden. ErZlZ. wurde durch eine außerordentliche Krankheit be-straft, widerrief seine Befehle, und starb an demTode des Anriochus, in einer eben so heuchleri-schen
* Lu5. Vlll. IM. Lccl 16. äe vlr.c»M l, 57.I^Äanr. äe morre xers. 6 et 5h-z.