in die allgetneine Geschichte. 14z
sichersten zu seyn glaubte, schlug ihn Theodosius , Jahre nachdem die Franken beysiunden, in Pannonien, be-^«^ Ge-lagerte ihn in Aquileja , und ließ ihn seine eigneSoldaten umbringen. Nachdem also Theodosius über beydeReiche ein unumschränkter Herr war, so Z92.gab er die Herrschaft über denOccident dem jun-gen Valentinian wieder, der sie aber nicht langebehielt. Dieser Prinz erhob und erniedrigte denArbogasten, einen Feldherrn der Franken, einentapfern und uneigennützigen Soldaten, allzusehr,und dieser war doch fähig, die Gewalt, die er sichüber die Kriegsvölkcr erworben hatte, mit allenArten von Verbrechen zu behaupten. Er erhobden Tyrannen, Eugenius , zum Throne, der weiternichts, als reden konnte, und brachte den Va-lentinian um, welcher den hochmüthigcn Frankennicht länger zum Herrn haben wollte. Dieserverabscheliungswürdige Streich gieng in Gallien ,nahe bey Vienne, vor. Der heilige Ambrosius,welchen der junge Kaiser zu sich erfordert hatte,die Taufe von ihm zu erhalten, bedauerte seinenUntergang, und hatte die beste Hoffnung von sei-ner Seligkeit. Sein Tod blieb nicht ungerächt.Ein sichtbares Wunder gab dem Theodosius den 394»Sieg über den Eugenius , und über die falschenGötter, deren Dienst dieser Tyrann wieder her-gestellt hatte. Eugenius wurde gefangen genom-men; man mußte ihn der öffentlichen Racheaufopfern, und die Rebellion durch seinen Todtilgen. Der trotzige Arbogast brachte sich lieberselbst um, als daß er zur Gnade des Ueberwin-ders seine Zuflucht nehmen wollte, da doch denübrigen Rebellen gnädig begegnet wurde. Theo-dosius