Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
147
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m die allgemeine Geschichte. 147

res andern Gemahles/zum Kaiser, und übergab in seiner M?e nachKindheit die Verwaltung der Regierung seiner Mutter,mit dem Titel einer Kaiserinn. In diesen Zeiten leug-nctcn Cölestius undPelagius dieErbsünde,und die Gna-de, durch welche wir Christen sind. Ob sie gleich mit 41z.ihrer Lehre nicht öffentlich herauswollten, so wurdensie doch von den afrikanischen Kirchenversammlungenverdammt. Die heiligen Päbste, Jnnocentius, 4^6.und Zosimus, dessen Nachfolger der heilige Cöle- 41?»stin nach der Zeit wurde, bekräftigten ihre Verdam-mung der pclagianischen lehren, und machten ihrenAusspruch auf der ganzen Welt gültig. Der heiligeAugustin widerlegte diese Keßer, und erleuchtete dieganze Kirche mit seinen vortrefflichen Schriften. Ebendieser Kirchenvater schloß den ^-emipelagianern denMund, welche den Anfang der Rechtfertigung unddes Glaubens allein der Kraft des freyen Willens zu-schrieben. Der heilige Prosper, sein Schüler, stundihm bey. Obgleich dieses Jahrhundert für das Reichso unglücklich war, und in der Kirche auch so viele KeHe-reyen aufkamen, so war es dennoch für das Christen-thum sehr glücklich. Keine Unruhe erschütterte dieKirche; keine Keßerey verderbte sie. Die Kirchewar an großen Mannern fruchtbar, welche alle diefeIrrthümer widerlegten. Nachdem die Verfolgungenein Ende genommen hatten, so gefiel es Gott, dieEhre seiner Märtyrer herrlich werden zu lassen; alleSchriften und Geschichten sind von den Wundern voll,die ihre erbetne Hülfe, oder ihre geehrten Gräber,auf der ganzen Erde thaten. Vigilantius *, welcher 406»sich diesen so bekannten Lehren widerseßte,wurde von demheiligen Hieronymus widerlegt, und hatte keinen An-

K 2 hang.* Klisr. Lon. VirZil. Lennaä. äe Lcrixr. Lcclell