Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
148
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i48 BischofBoffuets Einleitung

I-chre noch hang. Der christliche Glaube befestigte sich, und breitete^ wtt ^ alleTage mehr aus.Allein das römische Reich im Oc-cidente hatte keine Kräfte mehr. Es wurde von so vielenFeinden angefallen, und durch die eifersüchtige und nei-dische Uneinigkeit seiner Generale nach und nach völliggeschwächt. Bonifacius , dcr Comes von Africa, wurdedurch die Künste des Aetius der Placidia verdächtig.

427. DerComes,dem man übel begegnet hatte.riefdenGense-ric und die Vandalen aus Spanien , woraus sie von denGothen vertrieben worden waren, und er bereute es allzuspät, daß er sie herüber gerufen hatte. Africa wurde demReiche entrissen. Die Kirche hatte von der Gewalt-thätigkeit dieser Aricmer unendliche Martern auszu-stehen, und sah eine unzählige Menge Märtyrerkrönen. In diesen Zeiten entstunden zwo rasende Ke-

429. Hereyen. Nestorius, der Bischof von Constantinopel,trennte die Person Jesu Christi ; und zwanzig Jahredarauf vermengte Eutyches , ein Abt, die beyden Na-turen in Christo. Der heilige Cyrillus,der PatriarÄ vonAlerandrien, widersetzte sich dem Nestorius , welchervom Pabste, Cölestin, verdammt wurde. Die dritteallgemeine Kirchenversiimmlung, welche die Cphesini-sche genennt wird, vollstreckte diesen Ausspruch, setzteden Nestorius ab , und bekräftigte die Verordnungdes Pabstes, Cölestin , welchen die Bischöfe der Kirchcn-versammlung in ihren Aussprüchen ihren Vater nen-nen. Die heilige Jungfrau Maria wurde fürdic MutterGottes erkannt, und die Lehre des heiligen Cyrillus *auf der ganzen Erde angenommen. Thcodosiusweigerte sich zwar eine Zeitlang, unterwarf sich aberendlich doch der Kirchenversammlung, und verbannte4Zi. den Nestorius. Eutycheö,welchcr diese Keßercy nicht an-ders

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