Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
150
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I5<5 BischofBsssuets Einleitung

Jahre nach Die Gallier fingen an, die Herrschaft der Frankenbutt^' erkennen. AetiuS vertheidigte sie wider den Pha-ramond und Clodius mit den langen Haaren; alleinMeroväus war glücklicher, und setzte sich daselbst fest,fast zu eben der Zeit, da die Angelsachsen, welchesächsische Völker waren, Britannien einnahmen. Siegaben diesem Reiche ihren Namen, und stiftetenverschiedne Königreiche daselbst. Unterdessen ver-wüsteten die Hunnen, welche vom schwarzen Meereherkamen, mit einer unzähligen Kriegsmacht, unter

452» der Anführung des Attita, des Schrecklichsten unterallen Menschen, beynahe den ganzen Erdkreis. Ae-tius, welcher ihn in Gallien schlug, konnte ihn nichtabhalten, Italien zu verwüsten. Die Inseln imadriatischen Meere mußten vielen zu einer Zufluchtwider seine Wut dienen. Venedig erhob sich mittenaus dem Meere. Der Pabst, der heilige Leo, warmächtiger, als AetiuS , und die römischen Kriegshecre;er setzte sich bey diesem barbarischen und heidnischenKönige in Ansehen, und errettete Rom von der Plün-derung. Allein die Wollust ihres Kaisers, Valenti-nians, stürzte sie bald darauf in dieses Unglück.Maximus, dessen Gemahlinn er mit Gewalt gemis-braucht hatte, fand einen Weg, ihn in den Untergangzu stürzen, indem er seinen Schmerz verstellte, undsich aus seiner Gefälligkeit gegeil den Kaiser ein Ver-dienst zu machen schien. Der Kaiser ließ sich durchseine betrügerischen Rathschläge verleiten, den Aetius ,den einzigen Beschützer dos Reiches, mit eigner Hand

454. umzubringen. Maximus, der eigentliche Urheberdieses Mordes, reizte die Freunde des AetiuS zurRache, und ließ den Kaiser umbringen. Auf diesen

455« Stufen stieg er Zum kaiserlichen Throne, und nöthigte

die