in die allgemeine Geschichte. 155
ihre Ehre beneidete, und doch an ihren Unternehmun- JHre nachgen nicht selbst Theil nehmen wollte/ verhinderte sie ^A^^immer mehr, als daß er ihnen hätte beystehen sollen.Das Königreich Frankreich nahm an Größe und 552.55Z»Macht zu. Childcbert, und Clotar, Söhne desClovis , eroberten nach einem langen Kriege das Kö- 5Z2.lügreich Burgund, und zu gleicher Zeit opferten sieihrem Ehrgeize die jungen Kinder des Clodomir, ih-res Bruders, aus, deren Königreich sie unter einandertheilten. Kurz daraus, wahrend der Zeit, daß Be-lisarius die Ostgothen so heftig angriff, mußten sie ,dasjenige, was sie in Gallien besaßen, den Franzosenüberlassen. Frankreich breitete sich weit über denRhein aus; allein die verschleimen Antheile ihrerPrinzen, die so viele Königreiche ausmachten, ver-hinderten, daß sie nicht unter einem Haupte vereinigtwurden. Seine vornehmsten Theile waren Neustrien ,oder Frankreich gegen den Abend, und Austrasien, oderFrankreich gegen den Morgen. In eben dem Jahre, 559»daß Narses Rom wieder einnahm, ließ Justinian zu Constantinopel die fünfte allgemeine Kirchenver--sammlung halten, welche die vorhergehenden bestätigte,und einige Schriften verdammte, welche dem Nesto-rius günstig waren. Dieses ists, was man die dreyCapitel nennt, wegen der drey Schriftsteller, welchedamals schon lange todt waren, und von denen in die-ser allgemeinen Kirchenvcrsammlung gehandelt wurde.Man verfluchte das Andenken und die Schriften desThcodoruS von Mopsveste, einen Brief des Jbas,des Bischofs von Edessa, und unter den Schriftendes Theodorets diejenigen, welche er wider den hei-ligen Cyrill geschrieben hatte. Die Schriften des Ori-genee, welche schon ein ganzes Jahrhundert hindurch
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