Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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158
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158 Bischof Bossuets Einleitung

Jahreach weis nichts schöners zu erzählen,als den Einzug des Heils-C'hrssi^Ge- gen Augustinö * in dasKönigreichKent, denermitvier-

597. ,W Gefährten that, die das Kreuz und das Bildnißdes großen Königes, unsers Heilandes Jesu Christi,vor sich her tragen ließen, und für die Bekehrungder Engellander feyerliche Gelübde thaten. Der hei-lige Gregorius, welcher sie abgesandt hatte**, unter-richtete sie durch Sendschreiben, welche in der Thatapostolisch waren, und lehrte den heiligen Augusrinmitten unter den Wundern zittern, welche Gott durchseinen Dienst that. Bertha, eine Prinzeßinn vonFrankreich , bewog den König, Edhilbert, zum Chri-stenthums. Die Könige von Frankreich , und dieKöniginn, Brunehault, beschützten die neue Mißion.Die Bischöfe von Frankreich nahmen an diesem gu-teil Werke Antheil, und sie waren diejenigen, welcheauf Befehl des Pabstes den heiligen Augustin einwei-

6oi» hen mußten. Die Hülfe, welche der heilige Grego-rius dein neuen Bischöfe schickte, trug neue Früchte,und die englische Kirche bekam eine ordentliche Ge-

K04. stalt. Der Kaiser, Mauritius, welcher die Treuedieses heiligen Pabstes erfahren hatte, besserte sichauf seine Ermahnungen, und erhielt von ihm das Lob,das eines christlichen Prinzen so würdig ist, daß sichzu seiner Zeit die Ketzer nicht gewagt hätten, denMund aufzuthun. Dieser so fromme Kaiser begieng

601. unterdessen einen großen Fehler. Unzählige Römerkamen unter den Händen der Barbaren um, weil derKaiser nicht für einen reden Kopf einen ThalerLösegeld erlegen wollte. Dieser gute Fürst äußerte

bald

* Le-Zz libr, I.

LreZor. libr. IX, LM. 58, Inä. 4.