Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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159
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in die allgemeine Geschichte. 159

bald darauf die Gewissensbisse, die er empfand; er Jabre nachbat Gott , daß er ihn lieber in dieser Welt, als in der ^U«.^andern, für seinen Fehler strafen möchte» Pho.asempörte sich gegen ihn, und ließ seine ganze Familievor seinen Augen erwürgen. Mauritius wurde bald 602.darauf auch erwürgt, sagte aber bey seinem ganzenUnglücke weiter nichts, als den Vers des Psalmi-sicn: Herr, du bist gerecht, und deine Ge- Psalm n?.richte sind gerecht. Phocas, welcher sich durch 6^6.eine so verabscheuungSwürdige That auf den kaiserli-chen Thron setzte, suchte das Volk dadurch zu gewin- g^.nen, daß er den heiligen Stuhl ehrte, und alle seineGerechtigkeiten und Freyheiten bestätigte. Alleinsein Urtheil war gesprochen. Heraclius, welchervon der Armee in Africa zum Kaiser ausgerufen wor-den war, zog gegen ihn zu Felde. Damals erfuhrPhocas, daß die Wollüste den Prinzen oft mehrschaden, als die Grausamkeiten, und Photin, dessenGemahlin er geschändet hatte, überlieferte ihn demHeraclius, welcher ihn hinrichten ließ. Frankreich sah kurz darauf noch ein crstaunlichers Trauerspiel.Die Königinn, Brunehault, wurde dem Clotarius,dem U, überliefert, und dem Ehrgeize dieses Prin-zen aufgeopfert. Ihr Gedächtniß wurde verlästert, 614«,und ihre Tugend, welche vom heiligen Pabste, Grcgo-riuS, so sehr gelobt worden war, konnte sich kaum nochvertheidigen. Der König in Persien , Chosroeö, der ll,hatte sich unter dem Vorwande, den Mauritius zu 620.627.rächen, vorgenommen, den Phocas zu stürzen. Er 622.62z.sehte unter dem Heraclius seine Eroberungen fort.Der Kaiser wurde geschlagen / und das wahre Kreuz 625.von den Ungläubigen weggenommen. Das Glückaber änderte sich auf eine verwundernswürdige Art.

Hera-