Jahre nach Heraclius trug fünf Siege davon; die Römer dran-^ butt.^' 3^^ ^ef in Perfien ein; Chosroes wurde von seinemSohne umgebracht, und das heilige Kreuz wiedererbeutet. Unterdessen daß Persien so wohl gedemü-thigt wurde, erhob sich ein weit größres Verderben622. wider das Reich und die ganze Christenheit. Ma-homet warf sich unter den Saracenen zum Prophetenauf/ und wurde von den Seinigen aus Meccha ver-trieben. Mit seiner Flucht fängt die berüchtigte He-gira an, wovon die Mahometaner ihre Jahre zäh-len. Dieser falsche Prophet führte zum Beweiseseiner göttlichen Gesandtschaft keine andern Gründe an,629« seine Siege. Er unterwarf sich binnen neunIahren, entweder mit ihrem freyen Willen, oder mitGewalt, ganz Arabien , und legte den Grund zu derHerrschaft der Caliphen. Zu diesem Unglücke kamnoch die Keherey der Monothcliten hinzu, welche, auseinem beynahe unbegreiflichen wunderlichen Eigen-sinne, in unserm Heilande zwo Naturen zugaben, undihm doch nicht mehr als einen Willen zugestehen woll-ten. Die menschliche Natur wollte ihrer Meynungnach in Christo nichts, und Christus hatte keinen an-dern Willeil, als den Willen des Vaters. DieseKetzer versteckten ihren Gift unter zweydeutigen Wor-ten; eine falsche Liebe zum Frieden trieb sie an, denVorschlag zu thun, daß man weder von einem noch653' von zween Willen reden sollte. Sie hintergiengendurch diese Künste den Pabst, HonoriuS, den l, wel-cher einen so gefährlichen Vorschlag eingieng, ihrerschonte, und seine Einwilligung zu einem Stillschwei-gen gab, wodurch die Wahrheit mit dem Irrthume6Z9. unterdrückt wurde. Zum größten Unglücke untersingsich einige Zeit darauf der Kaiser, Heraclius , diese
Streit-