i66 Bischof Bossuets Einleitung
?Hre nach falle aushalten. Die Keuschheit und der Glaube^"burt^' hatten unter der Tyrannei) einer so viehischen, als un-
7l?. gläubigen Nation ihre Märtyrer. Die Regierungdes Kaisers, Anastasius, dauerte nicht lange. DieArmee nöthigte denTheodosius,den III, die Krone an-zunehmen. Hier mußte gestritten seyn: Der neueKaiser gewann die Schlacht, und Anastasius wurdein ein Kloster gesteckt. Die Mohren, welche Herrenüber Spanien waren, machten sich Hoffnung, daß siesich über die pyrenaischen Gebirge würden ausbreitentonnen. Allein Carl Martel war dazu bestimmt, siezu unterdrücken. Er hatte sich in Frankreich in dieHöhe geschwungen, und, ob er gleich ein unehligerSohn des PipinHeristel war,dcnnoch seine Macht über-kommen. Dieser Pipin hatte seinem Hause Austra-lien , als ein freyes Fürstenthum, und die Herrschaftüber Neustrien mit der Würde ^ines Obcrhofmar-
716» schalles, überlassen. Carl vereinigte durch seine Tapfer-keit alles zusammen. Die Angelegenheiten desOrients waren in der größten Verwirrung. LeoIsau-ricuö, welcher über den Orient geseht war, wollte denTheodosiuS nicht erkennen, welcher auch das Reichfreywillig wieder verlicß,wcil man ihn gezwungen hatte,dasselbe anzunehmen. Er begab sich nach Ephesiis,und beschafftigte sich nur mit Dingen, welche einewahre Größe haben. Die Saracenen wurden wah-rend der Regierung des Leo oft und hart geschlagen.
718. Sie mußten die Belagerung vor Constantinopel auf-
71?. heben, und mit Schimpfe wieder abziehen. Pcla-gius, welcher sich in den Gebirgen von Asturien mitden Tapfersten und Herzhaftesten unter den Gorhcngelagert hatte, trug einen herrlichen Sieg über dieSaracenen davon, und sehte diesen Ungläubigen ein
neues