in die allgemeine Geschichte. 167
neues Königreich entgegen, dessen Beherrscher sie Iahrenachkünftig einmal aus Spanien vertreiben sollten. So ^^rt.^'viel Mühe sich auch die unzählbare Armee des Ab- 'derames, ihres Heerführers, gab, über die Franzosenzu triumphiren/ so trug dennoch Carl Martel in der be-rühmten Schlacht bey Tours den Sieg über sie davon.Es kam eine unzahlbare Menge dieser Ungläubigen indiesemTrcffen um,und ihr Anführer blieb selbst aufdcmPlatze. Dieser Sieg, durch welchen Carl den MohrenEinhalt that, wurde von vielen andern Vortheilen be-gleitet. Er erweiterte die Grenzen seines Reiches bisan die pyrenaischcn Gebirge. In Gallien gehorchtealles den Franzosen , und alle erkannten den CarlMartel für ihren Herrn. Er war im Frieden undim Kriege mächtig, und ein unumschränkter Herrüber das Königreich; er herrschte unter verschiednenKönigen, die er, wie es ihm einfiel, bald einsetzte,bald absetzte, ohne sich zu unterstehen, diesen großen Na-men selbst anzunehmen.! DerNeid der Großen unter denFranzosen mußte aufdiese Weise hintcrgangen werden. 72z.Die Religion sing an, in Deutschland ausgebreitet zuwerden. Der heilige Bonifacius, ein Priester,bekehrte diese Völker, und wurde vom Pabste, Gre-gorius, dem II, der ihn dahin gesandt hatte, zumBischöfe in Deutschland gemacht. Das Reichwar dazumal ziemlich ruhig; allein Leo setzte esin lang anhaltende Unruhen. Er unterfing sich, die 726«Bilder Jesu Christi , und seiner Heiligen, umzustürzen,als wenn es Götzenbilder waren. Da'er den heiligenGermanus, den Patriarchen von Constantinopel, nichtauf seine Seite bringen konnte, so that er solches ei-genmächtig. Man sah ihn, nach einer Verordnungdes Senats, zuerst eine Bildscule Jesu Christi zer-
L 4 brechen.