in die allgemeine Geschichte. 17z
der Vormundschaft der Kaiserinn, Irene, seiner Jahre nachMutter. Damals fingen die Sachen an, ein andres ^"^^Ansehen zu gewinnen. Paulus , der Patriarch von ^Constantinopel, erklärte sich, am Ende seines Lebens/daß er die Bilder wider sein Gewissen bestritten hatte,und gieng in ein Kloster, wo er, in Gegenwart derKaiserinn, das Unglück der Kirche zu Constantinopelbeklagte, die von den vier andern patriarchalischenSitzen abgesondert war. Er schlug ihr die Berufungeiner allgemeinen Kirchenversammlung, als das ein-zige Mittel, wider ein so großes Uebel vor. TarasuS,sein Nachfolger, behauptete, daß der Streit nicht or-dentlich entschieden worden wäre, daß man mit einerVerordnung des Kaisers angefangen, und darauf ei-ne Kirchenversammlung wider alle Formalitäten ge-halten hätte; da doch in Religionssachen die Kirchen-versammlungen den Anfang machen, und die Kaiserhernach das Urtheil der Kirche bestätigen müßten»Auf diese Gründe berief er sich, und Nahm das Pa-triarchat auf keine andre, als diese Bedingung an,daß eine allgemeine Kirchenversammlung gehaltenwerden sollte. Diese wurde zu Constantinopel ange-fangen , und zu Nicäa fortgesetzt. Der Pabst * 78?.schickte seine Legaten dahin; die Versammlung derBilderstürmer wurde verdammt, und sie wurden, alsLeute, verabscheut, welche, nach dem Beyspiele derSaracenen , die Christen eines Götzendienstes be-schuldigten. Man that den Ausspruch, daß man dieBilder zumAndenken,und ans Liebe gegen die Originale,ehren sollte. Dieses heißt in der Kirchenversamm-lung, eine relativische Verehrung, eme An-betung und Begrüßung, die ihnen zu Ehren
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. wie. U. ^VÄ. Siehe im Anhange die Be-tung über die>e Kirchenversammlung.