-78 Bischof Bossuets Einleitung
Jahre »«ich derte, und brachte die Mönche und die Clcrifey durchChristi Ge- ^j,^ scheinbare Frömmigkeit auf ihre Seite. End-' lich wurde sie allein, als Kaiserinn, errannt. Die?)io-mer verachteten diese Regierung, und wandten sich an.Carln, den Großen, der sich die Sachsen unterwürfigmachte, die Saracenen demüthigte, die Keßereyenvertilgte, die Päbste beschuhte, die ungläubigen Na-tionen zum Christcnthume brachte, die Wissenschaftenund die Kirchenzucht herstellte, berühmte Kirchenver-sammlungen berief, wo seine große Gelehrsamkeit be-wundert wurde, und nicht allein in Frankreich , undin Italien, sondern auch in Spanien, in England ,in Deutschland , und überall seinen Namen durch die^ Thaten seiner Gottesfurcht und seiner Gerechtigkeitberühmt machte.DiexnEpo- Endlich wurde im achthundert?!! Jahre nach derAnfrKhtun^ Geburt unsers Heilandes dieser, große Beschützereines neuen Roms und Italiens , oder vielmehr der ganzen Kir-thum/' che, und der ganzen Christenheit, zum römischen KaiserLvO. erwählt, ohne daß er daran gedachte, und vom Pabste,Leo, dem der das römische Volk zu dieser Wahlbewogen hatte, gekrönt, und dadurch der Stifter ei-nes neuen Kaiferthums, und der zeitlichen Größedes heiligen Stuhls.
Dieses sind, MonseiIneur, die zwölf Epochen,denen ich in diefcm kurzen Entwürfe einer allgemei-nen Geschichte gefolgt bin. Ich habe in eine iededavon die vornehmsten Begebenheiten gebracht, diehinein gehören. -Sie können nunmehr, ohne vieleMühe, die großeil Begebenheiten des Alterthums nachder Zeitrechnung ordnen, und eine iede von ihnen,so zu sagen, unter ihre rechte Fahne stellen»
Ich