in die allgemeine Geschichte. 179
Ich habe in diesem Entwürfe die berühmte chrono-logische Einteilung der Dauer der Welt in siebenAlter nicht vergessen. Der Anfang eines ieden Al-ters wird eine Epoche, und wenn ich noch einige an-dre darunter menge, so geschieht es darum, daß dieSachen noch deutlicher unterschieden seyn sollen, unddaß sich ihnen, Monseigneur, tue Zeitfolge mit einerdesto geringern Verwirrung entdecke.
Wenn ich Ihnen von der Zeitordnung sage, soverlange ich nicht, daß sie ihr Gedächtniß beschwe-ren, und alle Data sorgfältig behalten sollen; vicl-weniger verlange ich, sie mit allen Streitigkei-ten der Chronologisten bekannt zu machen, die oftnur etliche wenige Jahre betreffen. Die Chro-nologie, welche sich so gewissenhaft bey solchen Klei-nigkeiten aufhalt, und darüber streitet , hat ohneZweifel ihren Nutzen: allein es ist nicht ihre Wissen-schaft, und dient wenig dazu, den Verstand eines sogroßen Prinzen aufzuheitern. Ich habe in der Un-tersuchung der Zeiten nicht nachgrübeln wollen, undbin unter den schon vorhandnen Zeitrechnungen demje-nigen gefolgt, welche mir die wahrscheinlichste zu seyngeschienen, ohne mich anheischig zu machen, ihr Bür-ge zu seyn.
Die siebzig Dolmetscher berechnen die Jahre vonder Zeit der Schöpfung an, bis auf Abraham , an-dcrs, als der hebräische Terr. Sie machen die Weltviel alter, als das hebräische Original, welches sie et-liche Jahrhunderte jünger macht. Es scheint, daßdas Ansehen des hebräischen Originals jenen vorgezo-gen werden müsse; allein man mag in der Zeitrech-nung folgen, wem man will, so ist solches an sichselbst eine so gleichgültige Sache, so daß die Kirche,
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