Sie werden also sehen, daß unter den Menschennichts älter ist, als die Religion, die sie bekennen, undes ist nicht ohne Ursache geschehen, daß ihre Vorfah-ren, Monseigneur, ihre größte Ehre darinnen ge-sucht haben, ihre Beschützer zu seyn.
Zu der Zeit, da uns die weltliche Geschichte nichts,als Fabeln, oder zum höchsten nur einige verwirrtehalbvergeßne Begebenheiten zu erzählen hat, so führtuns die heilige Schrift, die unstreitig das älteste Buchauf der Welt ist, durch so viele genau bestimmte Be-gebenheiten, und durch die Folge der Sachen selbst, zuihrem wahren Ursprünge, nämlich zu Gott, der alleserschaffen hat. Sie bezeichnet uns auf das deutlichstedie Schöpfung der ganzen Welt, die Schöpfung desMenschen insbesondere, die Glückseligkeit seines erstenZustandes, die Ursachen seiner Mühseligkeiten undSchwachheiten, die Verderbniß der Welt, und dieSündfluth, den Ursprung der Künste, und der Na-tionen, die Eintheilung der Länder, die Fortpflanzungdes menschlichen Geschlechtes, und andre wichtigeBegebenheiten, von denen die menschlichen Geschicht-schreiber voll Verwirrung reden, und uns nöthigen,anderwärts gewissere Quellen zu suchen. Was istdieses alles nicht für ein Zeugniß der Wahrheit?
Giebt das Alterthum der Religion ein so großesAnsehen, so beweist ihre unverrückte und ununtcr-brochne Dauer durch so viele Jahrhunderte, die durchso viele Hindernisse nicht gestört worden ist, ganz offen-bar, daß die Hand Gottes sie erhalten hat.
Wenn wir sehen, daß sich die Religion vom An-fange der Welt an auf eben denselben Gründen er-halten hat, ohne daß weder die Abgötterey, noch dieGottlosigkeit, welche sie immer von allen Seiten um-gaben,