in die allgemeine Geschichte. 185
gaben, noch bie Tyrannen, die sie verfolgten, noch dieKetzer und Ungläubigen, die sie zu verderben suchten,noch die Niederträchtigen, welche sie verleugneten,noch ihre unwürdigen AnHanger, die sie durch ihreVerbrechen entweihten, noch die Zeiten, die alleinhinlänglich sind, alles, was menschlich ist, zu zer-nichten, iemalö im Stande gewesen sind, ich will nichtsagen, sie zu vertilgen, sondern nur zu verfälschen:Was kann verwundernswürdiger seyn, als dieses?
Wenn wir nunmehr überlegen, was uns dieseReligion, deren Alterthum wir verehren, von ihremGegenstande, nämlich von dem ersten Wesen, für eineVorstellung macht, so müssen wir gestehen, daß siealle menschlichen Gedanken übersteigt, und dafür an-gesehen zu werden verdient, daß sie von Gott selbstherkomme.
Der Gott, den die Christen und Ebräer beständigverehrt haben, hat mit den unvollkommnen und sogar lasterhaften Gottheiten nichts gemein, welche derübrige Theil der Welt angebetet hat. Unser Gottist ein unendlicher vollkommner Gott, und allein wür-dig, die Laster zu bestrafen, und die Tugend zu krö-nen, weil er die Heiligkeit selbst ist.
Er ist weit über die erste Ursache, und den erstenBeweger der Dinge erhoben, den die Philosophengekannt haben, ohne ihn anzubeten. Diejenigen,welche am weitesten unter ihnen gekommen sind, leh-ren uns einen Gott, welcher eine ewige Materie, dieso gut, als er, durch sich selbst vorhanden ist, findet, und,wie ein gemeiner Künstler, ausbildet. Eben dieserGott wird durch diese Materie, und durch ihre Be-schaffenheiten, die er nicht hervorgebracht hat, in sei-ner Arbeit eingeschränkt. Die Philosophen haben
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