in die allgemeine Gesihichte. 187
nach und nach hervorbringt, beweist er, daß er überseine Materie. über seine Handlungen, und über seinganzes Vornehmen Herr ist, und daß er in seinenHandlungen keine andre Vorschrift, als seinen Wil-len, hat, der dnrch sich selbst immer richtig ist.
Dieses Bezeigen Gottes ist uns auch ein Beweis,daß alles unmittelbar aus. seiner Hand Herromme.Die Völker, und die Philosophen, welche geglaubthaben, die mit Wasser vermischte Erde habe durch dieHülfe der Sonnenhitze aus sich selbst, durch ihre eigneFruchtbarkeit, die Pflanzen und Thiere hervorgebracht,diese eitlen Weisen haben sich gröblich geirrt. DieSchrift lehrt uns, daß die Elemente unfruchtbar sind,wenn sie das Wort Gottes nicht fruchtbar macht.Weder die Erde, noch das Wasser, noch die Luftwürden iemals die Pflanzen und die Thiere, dl'ewir sehen, hervorgebracht haben, wenn Gott , derden Stoff dazu erschaffen und zubereitet hat, ihnnicht auch durch seinen allmächtigen Willen ausge-bildet, und nicht einem iedcn Dinge seinen eignenSamen gegeben hätte, durch welchen es sich alle Jahr-hunderte hindurch vermehren kann.
Diejenigen, welche sehen, daß die Pflanzen ihrenUrsprung und ihr Wachsthum der Hitze der Sonnezu danken haben, könnten glauben, daß sie der Schö-pfer derselben wäre. Allein die Schrift sagt uns,daß die Erde mit Krautern, und allen Arten vonPflanzen, noch eher bekleidet gewesen ist, als die Sonnegeschaffen worden, damit wir einsehen sollen, daßalles Gott allein sein Daseyn und Wesen zu dankenhabe.
Es hat diesem großen Werkmeister gefallen, dasLicht zu schaffen, ehe er ihm noch die Gestalt gab, die
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