in die allgemeine Geschichte. 191
derS auf ihn achte, obgleich übrigens alles unmittel-bar durchweine Weisheit hervorgebracht, und zube-reitet wird.
Allein, die Art, wie Gott die Seele hervorbringt,ist noch viel verwundernswürdiger. Er erschafft sienicht aus der Materie; er blast sie von oben ein; sieist ein Hauch des Lebens, der von Gott selbst seinenUrsprung hat.
Als er die Thiere schuf, sagte er: Das Wasser iB.Wos.dringe Fische hervor, und auf diese Weise er-schuf er die Seewunder, und alle lebendigen und we-benden Seelen, welche die Wasser erfüllen sollten. Ersagte auch: Die Erde dringe hervor lebendige iB.Mos.Thiere, Vieh, Gewürme und alle Thiere aufLrden.
Auf diese Weise sollten die Seelen entstehen, wel-che ein thierisches und viehisches Leben haben, undwelchen Gott weiter keine Fähigkeit mittheilt, alsdiejenigen Bewegungen, welche vom Körper abhän-gen. Gott nimmt sie aus dem Schooße der Wasserund aus der Erde. Allein das Leben der menschlichenSeele sollte eine Nachahmung seines Lebens seyn; siesollte, wie er, mit Vernunft und Verstände leben ; siesollte ihn betrachten, und lieben, und dadurch mir ihmvereinigt werden, und folglich mußte sie nach seinemBilde erschaffen seyn. Eine solche Seele konntenicht aus der Materie geuommen werden. WennGott die Materie bildet, so kann er wohl einen schö-nen Körper daraus hervorbringen. Allein er magsie wenden und bilden, wie er will, so wird er nie-mals sein Bildniß, das ihm gleich sey, Zarinnen an-treffen. Eine Seele, die nach seinem Bilde erschaf-fen ist, und durch den Besitz dieses göttlichen Eben-