in die allgemeine Geschichte. 195
zum Besten der Menschen mit den Pflanzen auchübernatürliche Kräfte, und mit den sinnlichen Gegen-ständen geistige Vollkommenheiten verknüpft habenkonnte. Nachdem sie von dieser schönen Frucht ge-gessen hatte, so gab sie ihrem Manne auch davon.Da wurde Adam in eine gefährliche Versuchung ge-führt ! Das böse Exempel und die Gefälligkeit mach-ten sie stärker. Er folgt den Eingebungen einesVersuchers, dem so wohl beygestanden wurde. Einebetrügerische Neubegierde, ein schmeichelhafter Ge-danke des Hochmuthes, das geheime Vergnügen,durch sich selbst und nach seinen eignen Gedanken zuhandeln, lockt ihn an, und verblendet ihn. Erwill einen gefährlichen Versuch seiner Freyheit an-stellen, und genießt mit der verbotnen Frucht die schäd-liche Freude, seiner Begierde eine Gmige gethan zuhaben; die Sinne vermengen ihre Reizungen indiese neue Anmuth; er folgt und unterwirft sich ihnen;er wird ihr Sklave, er, der vorher ihr Herr war.
Zu gleicher Zeit wird alles seinetwegen verändert.Die Erde lacht ihm nicht mehr, wie vordem; er wirdnichts mehr von ihr erhalten, als was er durchschwere und anhaltende Arbeiten erzwingen wird; derHimmel ist nicht mehr so heiter; die Thiere, die ihmbis aufdie verhaßtesten und wildesten unterthan,und fürihn eine unschuldige Belustigung waren, nehmen für ihnhäßliche ungeheure Gestalten an; Gott, der alles zuseinem Glücke erschaffen hatte, verwandelt. in einemAugenblicke alles in Strafen für ihn. Der Menschquält sich selbst, er, der sich so sehr geliebt hatte. Der i B.M,Aufruhr seiner Sünde läßt ihn ich weis nicht wasschändliches an ihm bemerken. Er ist nicht mehrdas Meisterstück Gottes, an dem alles schön war; dieN 2 Sünde