Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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197
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in die allgemeine Geschichte. 197

verflucht hat. Laßt uns die Gerichte Gottes anbeten,der alle Menschen in demjcnigcn,au6 dem sie alle herkom-men sollen, als einen einzigen Menschen betrachtet. Wirwollen uns selbst ansehen, als solche, die in ihremVater ihre Würde vcrlohren haben, welche auf ewigdurch den AuSspruch, der uns verdammt, entweiht, ^und mir ihm aus dem Paradiese verbannt und ver-stoßen worden sind/ in welchem er uns hatte zeugensollen.

Die Regeln der menschlichen Gerechtigkeit könnenuns wohl in die Tiefen der göttlichen Gerechtigkeithincinleicen; allein sie können uns den Grund dieserTiefen nicht entdecken. Laßt uns glauben, daß sowohldie göttliche Gerechtigkeit, als die göttliche Barmher-zigkeit nicht nach der Gerechtigkeit und Barmherzig-keit der Menschen beurtheilt werden müssen, und daßbeyder Wirkungen sich viel weiter erstrecken, und ver-borgner und unbegreiflicher sind.

Aber laßt uns indessen, daß uns die strengen Ge-richte Gottes über das menschliche Geschlecht erschre-cken, seine Güte bewundern, die unsre Augen auf ei-nen angenehmern Gegenstand richtet. Unter der Ge-stalt der Schlange, deren krumme Wendungen ein i B.Mos. Z/deutliches Bild von den Einschmcichelungen, be-trügerischen Künsten, und Ueberredungen des bösenGeistes waren, zeigt Gott der Eva, unsrer Mutter,ihren überwundncn Feind, und den gesegneten Sa-men , durch welchen ihrem Ueberwinder der Kopf zer-treten, das ist, sein Hochmuth gedemüthigt, und seineHerrschaft auf der ganzen Erde überwunden werdensollte.

Dieser gesegnete Samen war Jesus Christus ,der Sohn einer Jungfrau, dieser Jesus Christus ,

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