Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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212
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212 Bischof Bossuets Einleitung

alte Regierungsart bey, nach der ein ieder Vater dasHaupt und derPrinz seinesHauses war. So lebte mittenunter den Veränderungen, die sich taglich unter denübrigen Menschen eräugnetcn, das heilige Alterthumin der Religion, und in der frommen AufführungAbrahams und seiner Kinder wieder auf.

Gott erneuerte auch dem Jsaac, und dem Jacobeben die Versprechungen, die er ihrem Vater, Abra-ham, gethan hatte, und wie er sich den Gott Abra-hamsgenannt , so nannteer sich auch den Gott Jsaacsund Jacobs.

Unttr seinem Schuße fingen diese drey großenManner an, in dem Lande Canaan sich beständigaufzuhalten; aber sie waren immer noch Fremdlinge?lpoKeIg>7/5' darinnen, und besaßen nicht einen Fuß breit Lan-des, bis die Hungersnoth den Jacob nach Aegypten zog, wo seine Kinder sich vermehrten, und gar baldnach der Zusage Gottes ein großes Volk wurden.

Im übrigen unterließ doch dieser große Gott nicht,die Wahl seiner Gnade zu zeigen, ob gleich diesesVolk, das er in seinem Bunde gebohren werden ließ,sich durch die Fortpflanzung des Geschlechtes ausbrei-ten , und der Segen in der Familie bleiben sollte»- Denn nachdem er den Abraham mitten aus den Völ-kern erwählt hatte, so erwählte er unter seinen Kin-dern den Jsaac, und hernach unter den ZwillingenJsaacs den Jacob, dem er den NameiMJsrael, bey-legte. . ^

Jacob hatte zwölf Kinder, welche die zwölf Pa-triarchen, und die Stifter der zwölf Stamme wurden.Alle sollten an dem Bunde Antheil haben; allein Ju-da ward unter allen seinen Brüdern erwählt, daß er"der Stammvater der Könige in Israel, und der Va-ter