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tn die allgemeine Geschichte. 219
Aegppren, fürchtete sich vor den Dränungen -B.M.;,r.dieses großen Gottes. Allein zu den Zeiten Mosis ^. ^ ^ ^waren alle diese Nationen verschlimmert worden. Der ' c/ z, -6.'wahre Gott war in Aegypten nicht mehr, als der Gottaller Völker auf der Erde, sondern nur als <,er Gottder Edräer, bekannt. Man betete alles, bis auf dieThiere und Gewürme, an. Alles war Gott , ausge-nommen Gott selbst, und die Welt, welche Gott er-schaffenhatte, um seine Macht zu offenbaren, schien einTempel der Götzenbilder zu seyn. D'a's menschlicheGeschlecht schweifte endlich ^so weit aus, daß es selbstseine Laster und Leidenschaften anbetcte; und mandarf sich nicht darüber verwundern. Denn es gabkeine Macht, der so wenig zu widerstehen war, unddie sich so tyrannisch äußerte, als d.ie Gewalt der Lei-denschaften. Der Mensch, welcher gewohnt war,alles für'göttlich zu halten, was gewaltig war, em-pfand, daß er durch eine unüberwindliche Gewaltzum Laster fortgerissen würde, und glaubte also sehrleicht, daß diese Gewalt außer ihm wäre. Er mach- z B. M. -qte also gar bald einen Gott daraus. Daher kam es, 2. z.daß der unreinen Liebe so viele Altare aufgerichtetwurden, und Unreinigkeiten, welche einen Abscheu ver-ursachen, sehr bald anfingen,^Handlungen gemischt zu werden.
Die Grausamkeit mischte sich zu gleicher Zeit dar-unter. Der strafbare Mensch, den die EmpfindungseincöVerbrcchenS beunruhigte,und den der Gedanke ei-ner Gottheit, als ein Feind, schreckte, bildete sich ein,daß er sie nicht durch gewöhnliche Opfer versöhnenkönnte. Es mußte Menschenblut mit dem Blute derThiere vergossen werden. Eine blinde Furcht triebdie Vater an, ihre Kinder aufzuopfern, und sie ihrenGöttern, als einen Weihrauch, zu verbrennen. Diese
Opfer