in hie allgemeine Geschichte. 221
nahmen ihre Stelle ein. Der Augenblick war ge-kommen, wo die Wahrheit, die in dem Gedächtnisseder Menschen nicht wohl aufgehoben war, sich nichtmehr erhalten konnte, ohne aufgeschrieben zu werden.Gott hatte außerdem auch beschlossen, sein Volk durchausdrücklichere und mehrere Gesetze zur Tugend zubilden, und er beschloß zu gleicher Zeit, sie aufschrei-ben zu lassen.
Moses wurde zu diesem Werke berufen. Diesergroße Mann sammelte die Geschichte der verflossnenJahrhunderte, die Geschichte Adams, Noa, Abra-hams , Jsaacs, Jacobs, und Josephs, oder vielmehrdie Geschichte Gottes selbst, und seiner bewunderns-würdigen Thaten.
Er brauchte die Traditionen seiner Vorfahren nichtweit herzuholen. Er wurde ungefähr hundert Jahrenach Jacobs Tode gebohren. Die Greise seiner Zeithatten mit diesem heiligen Patriarchen verschiedneJahre noch umgehen können,und dasAndenkenJosephs,und der Wunder, welche Gott durch diesen großenMinister der ägyptischen Könige gethan hatte, warnoch ganz neu und unvergessen. Das Leben von dreybis vier Menschen erstreckte sich bis auf den Noa zu-rück, der die Kinder Adams gekannt hatte, und also,so zu sagen, an den Ursprung aller Dinge reichte.. Also waren die alten mündlichen Sagen des mensch-lichen Geschlechtes und der Familie Abrahams nichtschwer zu sammeln Sie waren noch in frischem An-denken, und man darf sich nicht wundern, wenn Mo-ses in seinem ersten Buche von den Begebenheitender ersten Jahrhunderte, als Vvn bekannten Dingen,spricht, deren merkwürdigen Denkmale man sowohlnoch bey den benachbarten Völkern, als auch im LandeCanaan, sehen konnte»
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