222 Bischof Bossuets Einleitung
Zu den Zeiten, da Abraham, Jsaac, und Jacobnoch in diesem Lande gewohnt hatten, waren überallDenkmale der Dinge, die ihnen begegnet waren, vonihnen ausgerichtet worden. Man wies noch die-Oerter, wo sie gewohnt hatten; die Brunnen, die vonihnen in diesem dunen Lande gegraben worden waren,ihre Familien und Heerden daraus zu tranken; die Ber-ge, auf welchen sie Gott Opfer gebracht hatten, und^woer ihnen erschienen war; die von ihnen aufgerichtetenSteine, die der Nachkommenschaft zu Denkmälerndienen sollten; und die Graber, worinnen ihre geseg-neten Gebeine ruhten. Das Andenken dieser großenManner war nicht allein im ganzen Lande, sondernauch im ganzen Oriente berühmt, wo verschiednegroße Nationen niemals vergessen haben, daß sie ausihrem Geschlechte herkommen. ,
Da also das hebräische Volk in das gelobte Landxmgieng, so pries daselbst alles ihre Vorfahren. DieStädte, und die Gebirge, und die Steine selbst, rede-ten von diesen bewundernswürdigen Männern, undvon den erstaunlichen Gesichten, durch welche sie Gott in ihrem alten und wahren Glauben bestätigt hatte.
Diejenigen, welche die Alterthümer nur ein wenigkennen, wissen, wie sorgfältig die ersten Zeiten waren,dergleichen Denkmale aufzurichten und zu erhalten,und wie viel Mühe sich die Nachkommenschaft gab,die Gelegenheiten zu behalten, bey welchen sie aufge-richtet worden waren. Das war eine Art, die Ge-schichte zu beschreiben. Man hat nach der Zeit dieSteine ausgebildet und schöner gemacht, und die Bild-seulen sind auf die Haufen großer und starker Steinegefolgt,welche die erstenZeiten zuDenkmalern aufwarf.
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