Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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224 Bischof Bossuets Einleitung

nur die ersten Verse anführt, weil das Volk die übri-z B. M. -i/ gen auswendig wußte« Er selbst hat zween selcheals. Mvs.'-5'. Gesänge gemacht. Der erste stellt uns den triumphiren-den Uebergang des Volkes Gottes über das rothe Meerund den Sieg über seine Feinde vor, wie einige davonunter dem Wässer begraben, und andre durch die FurchtzB.Mvs.z-. schon halb überwunden sind. In dem andern Ge-sänge beschämt Moses die Undankbarkeit des Volkes,indem er die Wunder und Wohlthaten Gottes preiset.Die nachfolgenden Jahrhunderte haben ihm nachge-ahmt. Gort und seine wunderbaren Thaten warender Inhalt der Oden, welche verfertigt wurden; Gott gab sie selbst ein, und es giebt eigentlich kein Volk,als das Volk Gottes, bey dem die Poesie von einergöttlichen Begeisterung hergekommen ist.

Jacob hatte in dieser geheimnißvollen Sprache dieWeißagungen geredet, welche öas Schicksal seinerKinder enthielten, damit ieder Stamm dasjenige destoeher behalten möchte, was ihn angieng, und denjeni-gen loben lernte, der in seinen Weißagungen so präch-tig, als in der Erfüllung derselben getreu war.

Dieses sind die Mittel, deren sich Gott bedient hat,das Andenken der vergangnen Begebenheiten bis aufMvsen zu erhalten. Dieser große Mann, welcherdadurch unterrichtet worden war, und vom heiligenGeiste getrieben wurde, hat die Werke Gottes miteiner Genauigkeit und edlen Einfalt aufgeschrieben,wel-che nicht sowohl ihm, als vielmehr dem Herrn, Glau-ben nnd Bewunderung erwirbt.

Er hat zu der Beschreibung der vergangnen Dinge,welche den Ursprung und die alten mündlichen Sagendes Volkes Gottes enthielt, die Geschichte der Wun-der Gorces hinzugefügt, welche Gott zur Vefreyung

der