2Z4 Bischof Bossuets Einleitung
Dieser große Mann hatte nicht einmal den Trost,in das versprochne land mit einzugehen. Er sch esnur von einem hohen Gebirge, und er schämte sichnicht, selbst aufzuschreiben, daß er wegen einer Sündedaraus ausgeschlossen worden wäre, welche, so kleinsie auch schien, dennoch so strenge an einem Mannebestraft werden mußte, d"r von Gott einer so hohenGnade gewürdigt worden war. Moses sollte einBeyspiel von der strenger. Gerechtigkeit Gottes, undvon dem Gerichte abgeben, das er mit einer schreckli-chen Genauigkeit über diejenigen hält, welche seineGaben zu einer vollkommnen Treue verbinden.
Allein, unter dieser Ausschließung Mosis wirduns noch ein weit größres Geheimniß gezeigt. Die-ser weise Gesetzgeber, welcher mit allen seinen Wun-dern nur so viel ausrichtete, daß er das Volk Gottesnur in die Nachbarschaft des ihnen verjprochnen Landesbrachte, dient uns selbst zum Beweise, daß sein Ge-
Hebr. 7/sey nichts vollkommen mache, und-das, ohne unsdie Erfüllung der Zusagen Gottes geben zu können,
Hebr.ii/ iz. uns dieselbe nur von vveirem sehen laßt, und unsaufs allerhöchste nur an den Eingang unsers Erb-theiles führt. Ein Josua, das ist, ein Jesus;denn dieses ist der wahre Namen des Josua, welcherdurch seinen Namen, und durch sein Amc den Erlö-ser der Welt vorstellte, dieser Mann, der so weitunter dem Moses, und, bloß wegen seines Namens,so weit über ihn erhaben ist, dieser Josua, sage ich,war es, der das Volk Gottes in das gelobte land ein-führen sollte.
Dieser große Mann gieng mit dem ganzen Volketrocknes Fußes durch den Jordan; die Mauern Je-richo fielen von sich selbst vor dem Schalle der heiligen
Trom-