Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
255
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in die allgemeine Geschichte. 255

gab dem Nebucadnezar seine Macht; er führte dasScrafamt Gottes, und war dadurch unüberwindlich.Alle Feinde des Volkes Gottes wurden durch ihn be-straft. Er verwüstete die Jdumäer, die Ammoni-ter, und die Moabiter; er stürzte die Könige von 2V.K.24,7.Syrien; Aegypten, unter dessen Gewalt Iudäa sooft geseufzt hatte, wurde eine Beute dieses stolzenKöniges, und ihm zinsbar, und seine Gewalt wirdauch für Iudaa selbst schrecklich, weil es sich den Auf-schub der göttlichen Rache nicht zu Nutze zu machenweis. Alles wird von der göttlichen Gerechtigkeitgestürzt.und niedergeschlagen; Nebucadnezar ist ihrDiener. Allein endlich wird er selbst fallen, undGott, der sich des Armes dieses Königes bedient, sei-ne Kinder zu strafen, und seine Feinde zu schlagen,behält ihn selbst seinem allmächtigen Arme vor..

Er hat seine Kinder das Schicksal dieses Köniqes,bersie strafte, und das Schicksal des chaldäischen Reicheswissen lassen, in welchem sie gefangen seyn sollten. AusFurcht,, daß sie nicht über die Ehre der Gottlosen,und ihres hochmüthigen Reiches erstaunen möchten,verkündigten die Propheten ihnen die kurze Dauerdesselben. Jesaias, welcher die Ehre des Nebucad- Jes.c. 13,14,nezars und seinen unvernünftigen Stolz lange vor sei- 2'/45/46,47,ner Geburt gesehen hatte, verkündigte auch seinen plötz-lichen Fall, und den Untergang seines Reiches. Ba-bylon war beynahe nichts, als dieser Prophet seineMacht, und kurz darauf seinen Untergang sah. Alsowaren die Schicksale der Städte und Reiche, die dasVolk Gottes entweder quälten, oder sich seinen Fallzu Nutze machten, in seinen Prophezeiungen aufge-schrieben. Diese Orakelsprüche wurden bald vollzo-gen, und die Iüden, die so hart bestraft wurden, sa-hen