256 Bischof Bossuets Einleitung
hen bald darauf, wie solches ihre Propheten vorher-verkündigt hatten, nicht allein Samaria/ Idumäa,Gaza, Ascalon, Damascus, die Städte der Ammo -niter, und Moabiter , ihrer beständigen Feinde, son-dern auch die Hauptstädte ganzer Reiche, Tyrus , dieKöniginn des Meeres, Tanis, Memphis, Theben mitden hundert Pforten und allen Reichthümern des Se°sosiris, Ninive selbst, denHauptsiß der assyrischen Kö-nige ihrer Verfolger, und endlich auch zuletzt das hoch-müthige Babylon untergehen, welches alle andern über-wunden, und sich mit ihrem Raube bereichert hatte.
Es ist wahr, Jerusalem mußte zu gleicher Zeit,wegen seiner Sünden, untergehen ; allein Gott ließ
Ies. 44 U.4;. doch seine Stadt nicht ohne Hoffnung. Jesaias, derihren Untergang vorher weißagts, verkündigte auchihre herrliche Wiedererbauung vorher, und nennte denCyrus, ihren Befreyer, der erst nach zweyhundert
Ier> 25, ii.i-. Iahren gebohren wurde. Jeremias, dessen Weißa-c.Z4/10. 'gingen von dem gewissen Untergänge des jüdischenVolkes so genau eingetroffen sind, versprach itznen ihreWiederkunft in das gelobte Land nach einer siebzigjäh-rigen Gefangenschaft. Wahrend der Zeit wurde die-ses gefangne Volk in seinen Propheten geehrt; dieseGefangnen verkündigten den Königen und Völkernihre schrecklichen Schicksale. Nebucadnezar, der sichanbeten lassen wollte, betete den Daniel selbst an, weiler über die göttlichen Geheimnisse erstaunte, die erihm entdeckte. Er erfuhr von ihm sein Urtheil, aufwelches die Vollstreckung bald erfolgte. Dieser sieg-
Dm,.-,46. reiche Prinz triumphirte in Babylon , aus welcher erc>4/-6. die größte, die festeste, und schönste Stadt machte,die jemals unter der Sonne war gesehen worden.Ier.-x. Hier erwartete ihn Gott, seinen Hochmuth niederzu-
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