in die allgemeine Geschichte. 257
donnern. Er war an der Spitze seiner Kriegsheereglücklich, und so zu sagen, unverwundlich, und mitten,ii, seinen Eroberungen sollte er, nach der WeißagungEzechielö, in seinem Hause umkommen. Da er sei-ne Größe, und die Schönheit der Stadt Babylon be-wundert, und sich über die Menschen hinaussehenwill, schlagt ihn Gott, nimmt ihn: seinen Verstand,und verstößt ihn unter die Thiere. Er kömmt zu dervom Daniel bestimmten Zeit wieder zu sich selbst,und erkennt den Gott des Himmels, der ihn seineMacht fühlen lassen. Allein, seine Nachfolger ma-che-, sich sein Beyspiel nicht zu Nutze. Die Angele-genheiten Babylons verwirren sich, und die Zeit, wel-che von den Propheten zur Wiederherstellung derIüden bestimmt war, nähert sich unter diesen Unru-hen. Cyrus erscheint an der Spitze der Meder undPerser; alles weicht diesem furchtbaren Eroberer *.Er nähert sich den Chaldäern langsam, und sein Forr-zug wird oft unterbrochen. Die Nachrichten vonseiner Annäherung kommen von fernen Orten zu fer-nen Orten, wie IercmiaS vorhergesagt hatte. End- Ier.5r,4«.lich faßt Cyrus einen gewissen Entschluß. Babylon,dem die Propheten schon oft gedräut hatten, und dasimmer hochmüthig und unbußfertig geblieben war,sieht seinen Ueberwinder kommen, und verachtet ihn.Seine Reichthümer, seine hohen Mauern, fein un-> zählbares Volk, der um die Stadt geführte Strom,welcher nach dem Zeugnisse derAlten beynahe ein ganzesLand umschloß, und sein unzählbarer Vorrath machtenes aufgeblasen. Diese Stadt wurde eine lange Zeit be-lagert,
* I^leroä. IIKi'. I. XenopK. libr. II > III. ?a-cZaZ. Xenoplulidr. VII. ?«ä. ^r1Uor.?oUr.Iibr.lII. z.