lagert, ohne einige Beschwerlichkeiten zu fühlen ; sieverlachte ihre Feinde, und die Graben, welche Cyrusmachen ließ, das Wasser abzuleiten, und mau redetenur von Festen und Lustbarkeiten. Ihr König, Bel-
Dail. 5. sazer,ein Enkel Nebucadnezars, und eben so stolz, als er,aber unfähiger zu regieren, machte seinen Gewaltigenund Hauptleuten ein herrliches Mahl. Dieses Mahlwurde mit unzähligen Ausschweifungen gefeyert. Bcl-sazer ließ die geheiligten Gefäße aus dem Tempel zuJerusalem herbringen, und machte durch diese Ent--heiligung seine Schwelgerey desto schrecklicher undstrafbarer. Gott verkündigt seinen Zorn. Einegöttliche Hand schreibt an die Wand des Saales, w»das Mahl gehalten wurde, schreckliche Worte an.Daniel legt ihren Inhalt aus, und dieser Prophet,welcher das unglückliche Schicksal des Großvatersvorhergesagr hatte, zeigt nunmehr auch dem Enkelden Donner, der ihn niederschlagen sollte. Die Zeitist da, wo der Entschluß Gottes vollzogen werden soll;Cyrus macht sich auf einmal einen Eingang in Ba-bylon. Der Euphrat , zu dessen Ableitung er so lan-ge Zeit her hatte Graben machen lassen, machte ihmeine freye Bahn, und er brach durch diesen unvcr-
Ies.iZ/V. muthetcn Weg in die Stadc. So wurde dieseshochmürhige Babylon den niedern lind per-' ftrn zum Raube überleben, wie solches die Pro-pheten vorherverkündigt hatten. Mit Babylon giengdas Reich der Chaldäer unter, das so viele König-^er,;i,ii>28, reiche gestürzt hatte, und der Hammer der ganzenzo,^' wurde zerbrochen und zerschlagen. Ie-remias hatte solches vorherverkündigt. Die Völker,die an das Joch der Chaldäer gewöhnt waren, sahensie nunmehr selbst unter dem Joche: Du bist