Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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264
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264 Bischof Bossuets Einleitung

fung seiner Ausschweifungen. Endlich sieht man ge-San- 44. ge" das Ende, und gleichsam in dem Schooße dieser45. Monarchien das Reich des Nlenschensohnee aufge-k./, iz. 14.17. werden. An diesem Namen erkennt man den Mes-sias ; dieses Reich des McßiaS, dieses Menschensoh-es, wird auch das Reich der Heiligen des Allerhöch-sten genannt. Alle Völker sollen diesem großen undruhigen Reiche unterworfen seyn; ihm wird eine ewigeDauer versprochen; es ist ewig und vergehetnicht, und dieß Königreich hat kein Ende. '

Wenn dieser Menschensohn, dieser so erwünschteMeßias kommen, und wie er das Werk, das ihmGott aufgetragen hat, nämlich die Erlösung des mensch-lichen Geschlechts, vollenden würde, das entdeckt Gott dem Propheten Daniel auf das deutlichste. Wah-rend der Zeit, daß er über die Gefangenschaft desVolkes Gottes, und über die siebzig Jahre, die sienach dem Rathschlusse Gottes dauern sollte, betendnachdenkt, mitten unter den Wünschen für die Be-freyung seiner Brüder wird er auf einmal zu den wich-tigsten Geheimnissen entzückt. Er sieht eine andreZahl von Jahren, und eine viel höhere Befreyung.Anstatt der siebzigJahre,von denen JeremiaS geweisiagthatte, sieht er siebzig Jahrwochen, die von der Zeit derVerordnung des Artaxerxes, mit der langen Hand, diezur Wieder'crbauung der Stadt Jerusalem im Anfangedes zwanzigsten Jahres seines Reiches gegeben wordeilist, ihren Anfang nehmen. Hier wird mit ausdrücklichenWorten gegen das Ende der siebzig Wochen die Ver-gebung der Sünden, die Versöhnung der Misse-that, da? ewige Reich der Gerechtigkeit, dieDcrftegelung aller Gesichte und tVeißagungen,Osil.?/-4. und die Salbung des Allerheiligsten vorherver-

kün-