Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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265
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in die allgemeine Geschichte. 265

kündigt. Der Meßias soll sein Amt ansahen, undals der Fürst des Volkes nach neun und sechzig Wochenerscheinen, und nach nenn und sechzig Wochen soll Chri- ^""^stu-- auch ausgerottet werden, wie solches der Prophetwiederholt.Er soll eines gewaltsamenTodcs sterben, weiler zurVollendung derGeheimnisse geopfert werden muß.Eine Woche wird unter andern besonders bezeichnet, unddas ist die letzte, die siebzigste Woche; das ist die, woChristus geopfert, derBund gestärkt werden, und dasOpfer und Speisopfer aushören soll. Ohne Zweifelsoll solches durch den Tod Christi geschehen; dennder Tod Christi ist es, wodurch diese Veränderung be- E^nd.v-szeichnet wird. Nach dem Tode des Meßias, und uach -7. 'dieser Abschaffung der Opfer sieht man nichts alsGreuel und Verwirrung. Ein Volk des Fürsten wird kommen, und die Sradt und das Heilig-rhum verstören; bey den Flügeln im Tempelwerden stehen Greuel der Verwüstung ; kurz,das ganze Volk, das gegen seinen Heiland so undank-bar ist, soll untergehen.

Wir haben gesehen, daß diese Wochen, wen'n siezu Iahrwochen gerechnet werden, nach dem Verständeder heiligen Schrift 490 Jahre ausmachen, und unsvon dem zwanzigsten Jahre des ArtaxcrreS gerade aufdie lehts Woche, diese Woche voll Geheimnisse führen,wo Jesus Christus gekreuzigt worden ist, und durch sei-nen Tod die Opfer aufgehoben, und die Vorbilder erfüllthat. Die Gelehrten haben verschiedne ZeitrechnungenauSgedacht,damit diese Zeit genau eintreffen soll.In die-ser Zeitrechnung, die ich vorgetragen habe, ist nicht diegeringste Verwirrung. Weit gefehlt, daß sie dieGeschichte der Könige von Persien verdunkeln soll, soklärt sie vielmehr dieselbe auf, ob man gleich eben nicht

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