Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
267
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in die allgemeine Geschichte. 267

Was hat Zacharias nicht gesehen? Man sollte sa-gen, daß das Buch des Schicksales diesem Prophe-ten ausgeschlossen worden wäre, und daß er die ganzeGeschichte des jüdischen Volkes nach seiner Gefan-genschaft darinnen gelesen hätte.

Die Verfolgungen der syrischen Könige, und die Ach. 14.Kriege, die sie mitJuda geführt haben, sind in ihrerganzen Folge darinnen offenbaret. Er sieht Jerusa-lem einnehmen und verwüsten, und eine schrecklicheUnordnung darinnen anrichten; er sieht das Volk indie Wüsten fliehen, ungewiß, und zwischen dem Le-ben und dem Tode seyn. Kurz vor seiner letztenVerwüstung geht ihm ein neues Licht auf. DieFeinde sind überwunden ; die Götzenbilder sind indem ganzen gelobten Lande umgestürzt; man sieht denFrieden und den Ueberfluß in der Stadt und im gan-zen Lande herrschen, und im ganzen Oriente wird derTempel verehrt.

Ein merkwürdiger Umstand dieser Kriege wird dem Ebend.i4/l4Propheten entdeckt. Jerusalem sollte durch seineKinder verrathen werden, und unter seinen Feindensollten viele Juden seyn.

Zuweilen sieht er unter dem jüdischen Volke einelange Reihe von Glückseligkeiten; Juda ist voll Kraft;die Königreiche, die es unterdrückten, sind gede-müthigt, und seine Nachbarcn, die > nicht aufhör-ten, dasselbe zu qvalen, sind bestraft; einige vonihnen werden auch bekehrt und dem Volke Gottes ein-verleibt. Der Prophet sieht dieses Volk mit Wohl-thaten überhäuft, unter die er vornehmlich den so be-scheidnen, als herrlichen Einzug ihres Röniges, des Zach.?/!.»Gerechten, und ihres Helfers zählt/ der auf ^^.s-<incm Esel in die Stadt Jerusalem kömmt.

Nach-