Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
269
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in die allgemeine Geschichte. 269

Herr nach oion kommen und darinnen wob-nen n -ll, und daß zu der Aeir viel Heiden zum I.,ch.-, zHerr-, gethan werden und sein Volk seyn ^sollen.

Haggai sagt weniger, aber was er sagt, verdient,daß man darüber erstaune. Während der Zeit, daßder Tempel gebaut wurde, daß die Alten, die den er-sten gesehen hatten, in Thränen zerflossen, weil siedie Herrlichkeit des ersten mit dem geringen Ansehendes andern verglichen, während dieser Zeit sieht der Esr. Z/iProphet weiter, verkündigt die Herrlichkeit des an-dern Tempels, und zieht ihn dem ersten weit vor.Er erklärt es, woher ihm diese Herrlichkeit kom-men werde: Der Trost aller Heiden, der-Hagg.-,/Meßias, dieser Heiland der Völker,' welcher schon ?- ^-seit zwey tausend Jahren vom Anfange der Welt an,versprochen worden, würde in dem andern Tempelerscheinen. Der Prophet verkündigt, daß Gott andiesem Orte Friede geben, her ganze Erdkreis bewegtwerden, und ein Zeuge der Ankunft seines Heilandesseyn würde, daß nur noch ein kleines dahin sey,und daß die Juden also nur eine kurze Zeit noch zuhoffen hätten.

Endlich wird der Tempel vollendet; die Opfer wer-den dem Herrn in demselben dargebracht; allein diegeizigen Juden bringen nur unvollkommne Opfer.MalachiaS, der sie darüber bestraft, sieht in die Zu-kunft; er sieht das reine und unbefleckte Opfer, dasdem Herrn, nicht mehr allein im Tempel zu Jerusa-lem , wie vormals, sondern vom Aufgange bis U«! 7zum Niedergänge, nicht allein von den Jüden,sondern auch von den Heiden, dargebracht werden

soll.