Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
271
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in die allgemeine Geschichte. 27z

sias, welcher kommen wollte. Bis auf diese Zeithatte das jüdische Volk keinen Propheten mehr zuhoffen; das Gesetz Mosis mußte ihm genug seyn,und deswegen schließt Maleachi seine Prophezeiungmit diesen Worten : Gedenket des Gesetzes M»l.4/4.u.f.Mosis, meines Rnechres, das ich ihm befoh-len habe auf dem Berge Horeb an das ganzeIsrael, sammt den Geboten und Rechten.Siehe, ich will euch senden den ProphetenjLlia, der soll das Herz der Väter bekehren zuden Rindern, und das Her; der Rinder zuihren Vätern, der diesen zeigen soll, was die andernnur gehofft haben.

Zu diesem Geseße Mosis hatte Gott noch die Pro-pheten hinzugethan, die mit ihm einstimmig waren.Diese Propheten hatten die Geschichte des VolkesGottes schreiben müssen, in welcher die Drohungenund Verheissungen des Gesetzes durch sichtbare unddeutliche Erfahrungen bekräfftigt wurden. Alles warsorgfaltig aufgeschrieben; alles war nach der Zeitrech-nung erzählt, und das ist es, was Gott seinem Volke

zum Unterrichte gab, da er die Weißagungenaufhören ließ.

Von den

Zeiten des andern Tempels.

iescr Unterricht, von dem wir geredet haben,machte in den Sitten der Israeliten eine er-staunliche Veränderung. Sie hatten keiner Erschei-nung , keiner offenbaren Weißagung, keiner unerhör-ten