zuerst vom Moses eingesetzt worden war, hatte alleseine vorige Macht, und übte sein Recht über Tod undLeben aus, ohne daß sich iemand darein mengte. DieKönige hatten solches also verordnet. Der Unter-lolepii. mir. gang des persischen Reiches machte in ihren Angele-gescheiten keine Aenderung. Alexander ehrte ihrenTempel, bewunderte ihre Prophezeihungen, und gab! ihnen noch mehr Rechte und Freyheiten. Unterseinen erstell Nachfolgern hatten sie einige Unfälleauszustehen. Ptolomaus, ein Sohn des Lagus,überfiel Jerusalem, und führte hundert tausend Ge-fangne nach Aegypten ; allein er hörte bald auf, siezu hassen. Er gab ihnen selbst das Bürgerrecht iilAlexandrien, der Hauptstadt seines Königreiches, oderbekräftigte ihnen vielmehr das Recht, das ihnen Ale-xander schon gegeben hatte. Und da er in allen sei-nen Staaten keine getreuern Unterthanen hatte, alsdie Juden, so warb er sie zu Soldaten an, und ver-traute ihnen seine wichtigsten Plätze. Die L.agidenbegegneten ihnen mit vieler Achtung; die Seleucidenhielten sie noch besser, als sie unter ihrer Herrschaftwaren. SeleucuS Nicanor, das Haupt dieser Fami-lie, gab ihnen in Antiochien einen freyen Sitz; An-tiochus, mit dem Zunamen der Gott, gab ihnen dasRecht, sich in Kleinasien niederzulassen, worauf sie sichin ganz Griechenland ausbreiteten, daselbst nach ihrenGesetzen lebten, und mit andern Bürgern gleiche Frey-heiten und Rechte genossen, wie sie in Antiochien undAlexandrien auch thaten. Unterdessen ließ Ptolo-mäus Philadelphus, König in Aegypten , eine Ueber-setzung ihrer heiligen Gesetzbücher besorgen. Die jü-dische Religion wird unter den Heiden bekannt; derTempel zu Jerusalem wird durch die Geschenke der
Teil eines Werkes
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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