Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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289
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in die allgemeine Geschichte. 289

Prinzen, die zu gleicher Zeit, und auf einmal fielen,waren gleichsam die Losung von dem nahen Falledes jüdischen Volkes, den Zacharias mit ausdrückli-chen Worten vorhergesagt hatte. Es ist aus der Ge-schichte gewiß, daß diese Veränderung in den jüdischenund syrischen Angelegenheiten, zu gleicher Zeit vondem Pompejus vorgenommen wurde, nachdem er denKrieg wider den Mithridates geendigt hatte. Erwollte eben nach Rom zurückkehren, als er erst noch dieAngelegenheiten des Orientes in Ordnung brachte. DerProphet hat weiter nichts angemerkt, als was denRuin des jüdischen Volkes angieng. Es sah vonzween Brüdern, die es, als Könige, gesehen hatte,den einen in dem Triumphe dcs Pompejus auffüh-ren, und den andern, den Hyrcan, welchem Pompejusmit der Krone den größten Theil seiner Herrschaftgenommen hatte, weiter nichts, als einen eitlenSchein des Ansehens übrig behalten, den er aber auchbald verlohr. Damals war es, daß die Juden denRömern zinsbar wurden» Syriens Untergang zogden ihrigen nach sich, weil dieses ihnen benachbarteKönigreich zu einer Provinz wurde, und die Machtder Römer so sehr vermehrte, daß keine Rettung fürsie mehr übrig war, als der Gehorsam. Die Statthalterin Syrien unternahmen beständig etwas wider Iu-daa, die Römer machten sich zu unumschränkten Her-ren darüber, und schwächten die jüdische Regierungin vielen Stücken. Durch sie gerieth das König-reich Juda, aus dem Hause der Asmonäer, in dieHände des HerodeS, eines Fremden, und eines Jdu-macrs. Die grausame und ehrsüchtige Staatökunstdieses Königes, der sich nur zum Scheine zur jüdi-schen Religion bekannte, veränderte die Grundsalze

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