der alten vormaligen Regierung. Das sind nichtmehr die Juden, die unter dem großen persischen Rei-che, und unter der Herrschaft der ersten Seleuciden,Herren über ihr Schicksal waren, und in Ruheund Friede leben konnten. Hcrodes, der sie unter sei-nem Joche hat, bringt alles in Verwirrung, störtund unterbricht nach seinem Gefallen die Nachfolgeder Hohenpriester, schwächt das Hohepriesterthum,das unter ihm jedermann erlangen kann, und entkräf-tet das Ansehen des hohen Rathes der Nation, dernunmehr nichts mehr vermag. Die ganze öffentlicheGewalt kömmt in die Hände des Herodes, und derRömer, deren Sklave er ist, und er erschüttert denganzen Grund der jüdischen Republik.
Die Pharisäer und das Volk folgten nur ihren Em-pfindungen, und ertrugen diesen Zustand mit Ungeduld.Je mehr sie von dem Joche der Heiden gedrückt wur-den, dcstomehr haßten und verachteten sie dieselben. Siewollten keinen andern Meßias, als einen solchen, welcherein Krieger/und den Völkern furchtbar wäre, denen sieunterthänig seyn mußten. Sie vergaßen also dieProphezeiungen, die ausdrücklich von seiner Ernie-drigung redeten,und hatten nur für diejenigenAugen undOhren, welche ihnen Siege verkündigten,^ ob sie gleich
von denen weit unterschieden waren, die sie ver-langten.
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Von Jesu Christo.
H^ey diesem Falle der Religion und der jüdischen/^^Angelegenheiten, gegen das Ende der Regierungdes Herodes, und zu der Zeit, da die Pharisäer so
viele