Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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294
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294 Bischof Bossuets Einleitung

lich davon, als der in diesen Geheimnissen, und indieser Herrlichkeit gebohren worden ist, und was erJv!),z,Z4. nicht nach dem Maaße hat, theilt er mit Maaßeaus, damit es unsre Schwachheit ertragen könne.

Ob er gleich für alle Welt gesendet worden war,so wandte er sich doch im Anfange nur an die vcrlohr-nen Schafe in Israel, zu welchen ihn sein Vatervornehmlich gesandt hatte. Allein er bahnte selbst auchden Weg zu der Bekehrung der Samaritaner, undder Heiden. Ein samaritanisches Weib erkannte ihnfür den Meßias, auf den ihre Nation sowohl, als diejüdische, hoffte, und lernte das Geheimniß des neuenGottesdienstes von ihm, der nicht mehr an einen ge-wissen Ort gebunden seyn sollte. Ein cananaischesund abgöttisches Weib zwang ihn, so zu sagen, ob siegleich von den Jüngern abgewiesen wurde, daß er ihreTochter gesund machen mußte. Er erkannte an vcr-schiednen Orten die Kinder Abrahams unter den Hei-den, und redete von seiner Lehre, als von einer solchen,welche gepredigt, verfolgt, und von der ganzen Erdeangenommen werden sollte. Die Welt hatte nochnicht so etwas gesehen/ und die Apostel erstauntendarüber. Er verbirgt den Seinigen die traurigenVersuchungen nicht, die sie würden ausstehen müssen.Er zeigt ihnen die Gewaltthätigkeiten und Verführun-gen , die man wider sie brauchen würde; ferner dieVerfolgungen; die falschen und irrigen Lehren, die fal-schen Brüder; die innerlichen und äußerlichen Kriege;und den durch alle dicfe Versuchungen geläutertenGlauben; ferner zeigt er, wie am Ende der Zeitendieser Glaube schwach werden, und die Liebe unterfeinen Schülern erkalten würde; endlich zeigt er noch,

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