in die allgemeine Geschichte. 295
es würde dennoch seine Kirche und die Wahrheit mittenunter diesen Gefahren bestandig unüberwindlich bleiben.
Das ist also eine ganz neue Einrichtung und Ord-nung der Dinge. Man redet zu den Kindern Got-tes nicht mehr von zeitlichen Belohnungen. JesusChristus zeigt ihnen ein zukünftiges leben, und indemer sie in dieser Hoffnung, in diesem Verlangen erhält,so lehrt er sie, daß sie sich von allen sinnlichen Gegen-ständen losreißen sollen. Das Kreuz, und die Geduldwerben ihr Theil auf der Erde, und vom Himmelwird ihnen gesagt, daß sie ihn mit Gewalt zu sich reis-sen sollen. Jesus Christus geht diesen neuen Weg, Mattlz.uM».den er den Menschen zeigt, selbst zuerst. Er predigtreine Wahrheiten, welche die unwissenden und dem un-geachtet hochmüthigen Menschen betäuben. Er ent-deckt den heimlichen Hochmuth, und die Heucheleyder Pharisäer und der Lehrer des Gesetzes, die dassel-be durch ihre Auslegungen verderbten. Mitten unterdiesen Verweisen ehrt er ihr Amt, und den Stuhl Match. 25z.N^osis, worauf sie sitzen. Er besucht den Tempel;er macht, daß sie die Heiligkeit desselben ehren müs-sen, und schickt die Aussätzigen, die er geheilt hat, zuden Priestern. Dadurch lehrt er die Menschen, wiesie die Misbräuche ohne Nachtheil des von Gott ein-gesetzten Lehramtes tadeln und unterdrücken sollen;er zeigt, daß die Synagoge selbst noch bestünde, wenngleich einige Glieder von ihr verderbt sind. Alleinsie neigte sich sichtlich zu ihrem Untergange. DieHohenpriester und Pharisäer wiegelten das jüdischeVolk, dessen Religion der Aberglaube war, widerJesum Christum auf. Dieses Volk konnte denHeiland der Welt nicht länger leiden, der es zur Aus-übung beßrer, aber auch schwererer Pflichten berief»
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