Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
301
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in die allgemeine Geschichte, zor

welche Jesaias sah, und beten mit ihnen denjenigenan, der dreymal heilig ist.

Es war der einige Sohn, der in dem Gchooßedes Vaters war, und der, ohne daraus zu gehen, zuuns kam, dieser war es, der die 'verwundernswürdi-gen Geheimnisse der göttlichen Natur vollkommenentdecken sollte, welche Moses und die Propheten nurberührt hatten.

Er sollte uns lehren, woher es kömmt, daß derÄ?esiias, d«e nach der Zusage Gottes ein Mensch seyn,und die Menschen erlösen sollte, zu gleicher Zeit alsGott in der einzelnen Zahl, und völlig auf die Weisebeschrieben worden ist, wie uns Gott beschrieben wird.Dieses hat er auch gethan, da er uns lehrt, er seyzwar Abrahams Sohn, aber doch eher, als Abra-ham gewesen, er sey vom Himmel gekommen, Ivh.8, ?z.aber dennoch allezeit im Himmel. Er hat uns ^ ^ ^'gelehrt, er sey Gott, der Sohn Gottes, und zugleichein Mensch, eines Menschen Sohn; er sey der wahreEmanuel, der Gott mit uns; kurz, das Wort, wel-ches Fleisch geworden ist, und in seiner Person diegöttliche Natur mit der menschlichen vereiniget, damiter alle Dinge in sich selbst vereinige.

Es sind uns also die beyden vornehmstenGeheimnijse,das Geheimniß der Dreyeinigkeit, und das Geheimnißder Menschwerdung geoffenbarct worden. Allein derje-nige, der sie uns offenbaret hat, läßt uns ein Bilddavon in uns selbst finden, damit sie uns beständig vorAugen seyn, und wir die Würde unsrer Natur darin-nen erkennen mögen.

In der That, wenn wir nur unsern Sinnen einStillschweigen gebieten, und auf eine kurze Zeit inunsre Seele kehren, wo sich die Wahrheit hören laßt,

so