Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

in die allgemeine Geschichte. 509

daß eine Zeir kommen würde, wo diejenigen, so Dan.i2,-.z,unrer der Erde schlafen lagen, etliche zum ewi-gen Leben, etliche zur ewigen Schmach undSchande aufwachen sollten. Allein zu gleicherZeit, da ihm dieses offenbart wird, ergeht auch derBefehl an ihn, diese lVorre zu verbergen, und Dau..,diese Schrift bis auf die lerzre Zeit zu versiegeln.Giebt uns dadurch Gott nicht deutlich genug zu ver-stehen, daß die völlige Entdeckung dieser Wahrheiteneiner andern Zeit vorbehalten seyn soll?

Obgleich die Jüdcn in ihren heiligen Büchern ei-nige Zusagen einer.ewigen Glückseligkeit hatten, undsie selbst, gegen die Zeiten desMeßias, wo sie mit voll-kommner Deutlichkeit gelehrt werden sollten, viel mehr,als sonst, davon redeten, wie man aus den Büchernder Weisheit, und der Maccabäer sieht: So war dochdiese Wahrheit unter dem alten jüdischen Volke sowenig allgemein, daß die Sadducaer, welche sie nichtdafür hielten, nicht allein in die Synagoge, sondernauch zum Pricsterthume zugelassen wurden. DasNeue Volk Gottes sollte sich dadurch von dem altenunterscheiden, daß sie den Glauben von einem zukünf-tigen Leben zum Grunde der Religion annahmen, unddieses sollte eine Frucht von der Ankunft des MeßiaSseyn.

Deswegen hat er sich nicht begnügt, uns zu sagen,daß den Kindern Gottes ein seliges Leben vorbehaltenwäre, sondern er hat uns auch gelehrt, worinnen esbestehe. Dieses selige Leben besteht darinnen, daß wir Ioh- -7.mit ihm in der Herrlichkeit seines Vaters seyn sollen;darinnen, daß wir ihn in der Herrlichkeit sehen wer-den, die er vom Anfange in dem Schooße seines Va-ters gehabt hat; darinnen, daß Jesus Christus in lins,

U z wie