wie in seinen Gliedern seyn will, und daß die ewigeLiebe des Vaters zu seinem Sohne sich auch auf unserstrecken, und uns mit eben denselben Gaben segnenwird; mit einem Worte darinnen, daß wir den ei-nigen Gott, und Jesum Christum schauen sollen, dener gesandt hat; allein diese Erkenntniß soll deutlich,! Cor> >z, ?. und ein Schauen von Angesicht zu Angesicht seyn;^ dieses Schauen soll in uns das Ebenbild Gottes voll-kommen wiederherstellen, wie der heilige JohannesiJoh-z,2. sagt: lVir werden ihm gleich seyn, weil wirihn sehen werden, wie er ist.
Dieses Anschauen soll eine unendliche Liebe, eineunaussprechliche Freude, und ein Triumph ohne EndeOsseüb.7,1-. begleiten. Ein ewiges Alleluja, und ein ewiges'4.^6,^' Amen, das im himmlischen Jerusalem erschallenwird, sollen beweisen, daß es mit allem Elende einEnde hat, daß alles Verlangen gestillt worden ist, unddaß wir allein die göttliche Güte preisen sollen.
Mit so neuen Belohnungen mußte Jesus Christus auch neue Begriffe von der Tugend, und eine voll-kommnere, und reinere Ausübung derselben einführen.Der Endzweck aller Religion, die Seele der Tugen-den , und der Inhalt des ganzen Gesetzes ist die Liebe.Allein man kann sagen, daß die Vollkommenheit unddie Wirkungen dieser Liebe bis auf die Zeiten JcfuChristi nicht völlig bekannt waren. Jesus ist es ei-gentlich, der uns lehrt, daß wir uns an Gott alleingnügen lassen sollen. Damit er das Reich der Liebeaufrichten, und uns alle ihre Pflichten bekannt machenmöchte, so lehrt er uns die Liebe Gottes; er lehrt uns,daß wir uns selbst hassen, und ohne nachzulassen, denGrund des VerdcrbnifseS, das in uns ist, die Erb-sünde nämlich, verfolgen müssen. Er lehrt uns die