zi6 Bischof Bossuets Einleitung
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war, wird aus ihren Händen befreyet. Er hat einunendliches Lösegeld gefunden, das unsre ganze Schuld. bezahlt. Jesus Christus vereinigt sich mit den Gläu-bigen, denen er sich mittheilt, auf ewig; sie sind seineGlieder, und ein Leib mit ihm. Der ewige Vatersieht sie als solche an, die mit diesem Haupte vereinigtsind, und breitet seine unendliche Liebe, die er zu sei-nem Sohne hat, auch über sie aus. Sein Sohn istes selbst, der solches verlangt; er will von den Men-schen nicht getrennt seyn, die er mit seinem Blute sich
M.7,-4. erkauft hat. <!)! mein Vater/ sagt er, ich will,^ ^' daß sie bey mir seyn; sie sollen mit meinem Geiste
Offcnb. I. z, erfüllt werden ; sie sollen zu meiner Herrlichkeit kom-men, und sie selbst auf meinem Throne mit mir thei-len.
Nachdem er uns eine so große Wohlthat erzeigt hat,so können wir unsre Erkenntlichkeit nur durch ein Freu-luKm. epik. de,,geschrey ausdrücken. (!) N?under! ruft ein--.O.os. ^gtM Philosoph, und zugleich ein großer Märtyreraus, o unbegreiflicher Tausch, und erstaunlicheEinrichtung der göttlichen lVeisheir! Eineinziger wird geschlagen, und alle werden befreyt.Gott schlägt seinen unschuldigen Sohn, aus Liebe zuden schuldigen Menschen, und vergicbt den schuldigenMenschen, aus Liebe zu seinem unschuldigen Sohne.Der Gerechte bezahlt, was er nichr schuldigist, und bezahlt für die Sünder, was sie schul-dig sind; denn was könnte unsre Sünden bes-ser bedecken, als siine Gerechtigkeit? N?iekönnte der Aufruhr der Rnechce besser ausge-söhnt werden, als durch den Gehorsam desSohnes? Die Sünde vieler Menschen wird ei-nem einzigen Gerechten aufgelegt, und die Ge-